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Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Wichtige Informationen

Vom 1. November 2026 bis zum 28. Februar 2027 erhältst du kostenlose Tickets für ausgewählte Vorstellungen im Deutschen SchauSpielHaus und im Jungen SchauSpielHaus. 

So funktioniert’s:

Ab Monatsbeginn kannst du über diesen Link Tickets für die ausgewählten Vorstellungen des Monats buchen. Das Angebot pro Vorstellung gilt, solange der Vorrat reicht.                                                                                                   

Wichtig: Die Karten können nur online gebucht werden, und deinen Freikarte-Nachweis musst du beim Einlass vorzeigen!

Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Berlin. Weimarer Republik. Ende der 1920er Jahre. Erich Kästner schreibt einen Großstadtroman mit autobiografischen Zügen. Er warnt vor dem Abgrund, dem sich Deutschland und damit Europa nähert. „Heute sind bereits neue, genauer, sehr alte Mächte fanatisch dabei, wieder standardisierte Meinungen zu verbreiten. Noch wissen viele nicht, viele nicht mehr, dass man sich Urteile selber bilden kann und sollte.“ Vordergründig geschieht nichts in diesem Roman, doch hintergründig ist das Drama maximal. Es ist das Drama eines gewöhnlichen Lebens zu einer Zeit der sich ankündigenden Katastrophe.

„Außer einer, mit zweihundertsiebzig Mark im Monat dotierten Anstellung geht nichts verloren. Keine Brieftasche, kein Perlenkollier, kein Gedächtnis, oder was sonst im Anfang von Geschichten verloren geht und im letzten Kapitel, zur allgemeinen Befriedigung, wiedergefunden wird. Es wird nichts wiedergefunden. Es treten wichtige Personen auf und verschwinden vor der Zeit. Es kommen unwichtige Leute daher und kehren mit einer Heftigkeit, die ihnen gar nicht zukommt, immer wieder. Ein junger Mann erschießt sich. Ein anderer junger Mann ertrinkt. Und beide Todesfälle sind äußerlich so wenig gerechtfertigt, beide Herren kommen derartig aus Versehen ums Leben, dass man fragen könnte: Gab es denn keine zwingenderen Anlässe? Warum versagte der Autor ihrem Tod die Notwendigkeit? Man könnte beinahe vermuten, es handle sich um eine Absicht. Die Dummheit dessen, was geschieht, nimmt, vom zunehmenden Tempo des Geschehens angeregt, imposante Ausmaße an. Jeder Tag ist für den, der ihn erlebt, eine Reise im verkehrten Zug ans falsche Ziel. Die Vernunft geht ins Exil. Der verworrene Zustand und der ratlose Mensch bleiben übrig.“ (Erich Kästner)

Erich Kästner stand dabei, als seine Bücher 1933 in Flammen aufgingen. In »Fabian oder Der Gang vor die Hunde« hat er den Humus beschrieben, aus dem solche Ereignisse wachsen konnten.

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