Hamburger Kunsthalle 01.11.2021 - 28.11.2021, 10:00 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 28. Februar umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

OUT OF SPACE

Mit OUT OF SPACE untersucht die Hamburger Kunsthalle, wie Künstler*innen seit den 1960er Jahren bis heute »Raum« definieren und konstruieren: Positionen der Minimal Art und der Konzeptkunst werden dazu in einen Dialog mit Arbeiten jun­ger zeitgenössischer Künstler*innen gebracht, die mit ihren Werken eine Ausein­an­dersetzung mit dem physischen Raum im Angesicht des Digitalen erfahrbar machen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die performative Arbeit Untitled (1968) von Robert Morris – einem der wichtigsten Vertreter des Minimalismus: 16 im Raum angeordnete Aluminiumgitter können wie ein Labyrinth begangen werden, was die Besucher*innen selbst zum Gegenstand der Betrachtung und damit zum Teil der Installation macht. Das zentrale Werk ist eine aktuelle Schen­kung von Susanne und Michael Liebelt, Hamburg, aus dem Jahr 2020 an die Ham­burger Kunsthalle. Neben ihr sind weitere neueste Schenkungen und Ankäufe erstmalig zu sehen. Insgesamt werden (Raum-)Installationen, Skulpturen und Videos von rund 20 internationalen Künstler*innen in vier Themenkomplexen präsentiert: Der eigene Körper als Medium der Raumwahrnehmung; Raum in seiner (multimedialen) Erweiterung; Raum als Sinneserfahrung; Raum als Me­dium der Architektur.

Unter den ausgestellten Arbeiten sind sowohl Werke aus der Sammlung der Kunst­halle sowie Leihgaben von jungen Künstler*innen aus Hamburg, Köln und Berlin, die teils eigens für OUT OF SPACE entstanden sind: Die digitalen Arbeiten von Armin Keplinger (*1982) und Manuel Rossner (*1989) ermöglichen den Be­sucher*innen, sich mit VR (Virtual Reality)-Brillen in virtuellen Erweiterungen der Museumsräume zu bewegen. Keplinger stellt seiner physisch im Ausstellungs­raum existierenden Skulptur einen digitalen Körper gegenüber, der die bildhaue­rischen Möglichkeiten des virtuellen Raumes erkundet. Die ortsspezifische Virtual-Reality-Installation von Rossner – aktueller Träger des Fellowships der Philipp Otto Runge Stiftung – lässt die Besucher*innen in eine aufwendig simulierte digitale Version der Galerie der Gegenwart eintauchen und erkunden. Hier wird deutlich: Der Raum scheint gleich – die Art und Weise, wie Kunst in ihm wahrgenommen und wie mit ihr interagiert wird, unmittelbar anders. Die Performancekünstlerin Angela Anzi (*1981) lässt starre, turmartige Tongebilde in den Raum ragen, deren eingebaute Subwoofer (Lautsprecher) nicht wahrnehmbare Sinustöne produzieren, die vibrie­rend im Raum Objekt und Klang verschmelzen lassen und Raum körperlich spür­bar machen. Jacqueline Hen (*1989) zeigt mit ihrer raum­greifenden Lichtin­stallation wie Wahrnehmungen in Grenzbereiche geführt und inwieweit räumliche Installationen Be­wusstseinszustände beeinflussen können.

Noch bevor mit dem Spatial Turn Ende der 1980er Jahre Räume nicht nur in physischen und geographi­schen Kategorien begriffen, sondern auch als soziale Konstrukte und gesellschaftliche Ordnungen definiert wurden, untersuchten die amerikanischen Minimalisten mit reduzierten Formensprachen die Interaktion von Raum, Objekt und Akteur*innen. In den vergangenen 30 Jahren hat sich das Leben unaufhaltsam ins Digitale verlagert und den Raumbegriff drastisch verändert und erweitert: Raum wird heute nicht nur zu­neh­mend medial, sondern vor allem digital konstruiert. Gleiches gilt für die Kunst: Ob Installation, Perfor­mance oder selbst die Malerei – viele künstlerische Felder setzen sich nicht nur seit Jahren mit der digita­len Welt auseinander, viele sind längst selbst digital und über das eigene Smartphone erfahrbar – überall und jederzeit. Das ist nicht nur für Betrachter*innen und Künstler*innen gleichermaßen Chance und He­raus­forderung – auch für Museen: Der Künstler Manuel Rossner schenkt der Hamburger Kunsthalle die Arbeit How did we get here? (2021). Erstmalig in der Sammlungsgeschichte geht damit ein NFT (Non-Fungible Token) in die Sammlung über.


Adresse:
Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
Routenplanung

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 11.01.2022 - 16.01.2022, 10:00 Uhr MADE IN CHINA! PORZELLAN zur Veranstaltung
Archäologisches Museum Hamburg 02.01.2022, 10:00 Uhr Orte jüdischen Lebens in Harburg zur Veranstaltung
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 21.12.2021 - 23.12.2021, 10:00 Uhr JANOSCH: LEBENSKUNST zur Veranstaltung

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