Eure FREIKARTEN für das Deutsche SchauSpielHaus und das Junge SchauSpielHaus Hamburg können jeweils 24 Stunden vor Vorstellungsbeginn über den Onlineverkauf gebucht werden – eine telefonische Reservierung ist leider nicht möglich. Der Buchungscode für den Onlinekauf lautet: FREIKARTE2021. Bitte beachtet, dass diese Karten nicht an der Abendkasse gebucht werden können.

Ihr könnt diesen Code nicht nur für eine Vorstellung einlösen, sondern damit mehrfach zwischen 1. November und 28. Februar ins Theater gehen – und zwar nicht nur ins Große Haus, das SchauSpielHaus, sondern auch in die Vorstellungen im MalerSaal, auf der Großen Bühne und der Studiobühne am Wiesendamm 28, dem neuen Zuhause des Jungen SchauSpielHauses in Barmbek. 22 Premieren, davon zehn Uraufführungen, präsentiert das Deutsche SchauSpielHaus insgesamt in der Saison 2021-22. Von November bis Februar stehen acht Premieren – und davon drei Uraufführungen – auf dem Spielplan – neben den zahlreichen Repertoirestücken, die das Haus zu bieten hat.“

Deutsches Schauspielhaus 16.01.2022, 19:00 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 28. Februar umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

Ivanov

"Was ist los mit mir?“, fragt Ivanov seinen Nachbarn Pavel Lebedev. Ivanov versteht sich selbst nicht mehr. Früher hat er sich sozial engagiert, ließ Schulen bauen, setzte sich für politische Reformen ein. Mittlerweile ist ihm das alles egal, das ganze Leben ist ihm egal, selbst die hohen Schulden, die sein Gut belasten, rütteln ihn nicht wach. Einst hat er seine Frau Anna geliebt, die wegen dieser Liebe von ihrer jüdischen Familie verstoßen und enterbt wurde. Jetzt liebt er sie nicht mehr, kann sie nicht mehr lieben, obwohl er weiß, dass sie bald an Tuberkulose sterben wird. Genervt von den bedrückenden Verhältnissen zu Hause treibt es ihn abends aufs Nachbargut der Lebedevs. Zwischen deren Tochter Saša und ihm bahnt sich eine Liebelei an, doch sobald Ivanov mit ihr zusammen ist, möchte er allein sein, treibt es ihn wieder fort. Ivanov quält eine ziellose Energie, eine seelische Leere. Das provoziert seine Umwelt, die er gleichermaßen fasziniert und abstößt, wobei sich hinter dieser Fixierung auf ihn verbirgt, was diese Gesellschaft selbst aushöhlt, unterminiert: Ivanovs psychische Labilität spiegelt die Kälte, die Aggression, den Egoismus und die Kopflosigkeit einer Welt, die Zukunftsängste plagen, die spürt, dass ein grundlegender Wandel notwendig wäre, sich aber überfordert fühlt, die die Orientierung verliert und so in der Hoffnungslosigkeit landet.
»Ivanov« ist Čechovs erstes Theaterstück, 1887 in Moskau uraufgeführt, ein Stück, das er liebte, auf das er über Jahre hinweg immer wieder zurückkam, das er komplett überarbeitete. Es hat schon all die Ingredienzien, die auch die Figuren seiner späteren Stücke zu Pionieren unserer Ängste, unserer Sehnsüchte, unseres Versagens machen. Die Größe Čechovs ist, dass er diese psychische Signatur ohne Überheblichkeit diagnostiziert, sie ist tragisch, sie ist komisch, sie ist menschlich. So, wie er in seiner typischen Lakonie bemerkt: „Keine Literatur kann in puncto Absurdität das wirkliche Leben übertreffen.“


Adresse:
Deutsches Schauspielhaus
Kirchenallee 39
20099 Hamburg
Routenplanung

Thalia Theater Alstertor 19.02.2022, 20:00 Uhr Network zur Veranstaltung
Kampnagel 13.02.2022, 17:00 Uhr SHE SHE POP: DANCE ME! (2G+) zur Veranstaltung
Network
Thalia Theater Gaußstraße 27.02.2022, 18:30 Uhr Thalia Treffpunkt: NOW zur Veranstaltung

Liebe Studierende

Im Planetarium könnt Ihr in diesem Jahr, ohne Ausnahme, aber nach Verfügbarkeit, zu ALLEN Veranstaltungen gehen.

www.planetarium-hamburg.de