Achtung: aufgrund von Corona kann es zu Veränderungen bei den teilnehmenden Kultureinrichtungen kommen. Bitte checkt im Vorfeld immer unsere Webseite!

Vorübergehende Schließung des Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg - mehr Infos hier.

Keine Ausgabe von FREIKARTEN an der Abendkasse!
Bitte beachtet, dass im SchauSpielHaus nur ein begrenztes Kartenkontingent vorhanden ist und keine FREIKARTEN an der Abendkasse ausgegeben werden!
FREIKARTEN können ab 24 Stunden vor Vorstellungsbeginn über den Onlineverkauf oder am Vorstellungstag bis zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn an der Tageskasse gebucht werden – eine telefonische Reservierung ist nicht möglich. Der Buchungscode ist FREIKARTE2020.

Liebe Studierende, die Freikarte für Erstsemester beginnt am 1. November 2020 und geht bis 28. Februar 2021. Viel Spass wünscht Euch Euer FK-Team.

Deutsches Schauspielhaus 28.11.2020, 19:30 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 31. Januar umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

Geschichten aus dem Wiener Wald

„Ich habe kein anderes Ziel als dies: Demaskierung des Bewusstseins“, schrieb Horváth in einer seiner wenigen Selbstauskünfte. Vor dem Hintergrund der damals größten Wirtschaftskrise der Geschichte kam ihm die Erfahrung entgegen, wie sich die volkstümlichen Klischees in den Köpfen quasi von selbst entlarvten, sich zuspitzten in ihrem Widerspruch zur aktuellen Lage und auf brutale Weise hervortraten – und die Wiener Gemütlichkeit sehr ungemütlich wurde. Wird der Mann arbeitslos, erläutert der Held eines anderen seiner Stücke, „dann lässt die Liebe nach, und zwar automatisch“. Über die Darstellung sprachlicher Verrohung gelingt es Horváth, quasi „poetisch“ präzise den Bewusstseinsstatus seiner Figuren einzufangen. »Geschichten aus dem Wiener Wald«, geschrieben Ende der 1920er Jahre in dieser Zeit katastrophaler Arbeitslosigkeit, ist ein Schlüsselwerk des modernen Dramas. Die zentrale Figur ist Marianne, die in ihrem Leben nach einer Rolle für sich sucht. Wie auch andere Frauenfiguren Horváths lebt sie in scheußlichen Abhängigkeiten. „Papa sagt immer, die finanzielle Unabhängigkeit der Frau vom Mann ist der letzte Schritt zum Bolschewismus.“
Aber Marianne kämpft gegen ihre arrangierte Verlobung und versucht zu tun, was ihren Empfindungen und ihrem Gefühl entspricht, das heißt, sich aus dem Konstrukt zu befreien, das ihr Vater, Besitzer eines Spielwarenladens, „Zauberkönig“ genannt, und ihr Bräutigam Oskar, Metzger, gebaut haben. Offenbar soll die marode „Puppenklinik“ durch diese Ehe gerettet werden. Als die Dinge ihren Lauf nehmen, sagt Marianne von sich selbst: „Jetzt bricht der Sklave seine Fessel“. Lange vor 1968 und #MeToo fällt bereits 1929 der Satz: „Mein Körper gehört mir“.

 


Adresse:
Deutsches Schauspielhaus
Kirchenallee 39
20099 Hamburg
Routenplanung

Hamburger Sprechwerk 04.12.2020, 20:00 Uhr Das kleine Welttheater zur Veranstaltung
Deutsches Schauspielhaus 27.11.2020, 18:30 Uhr Reich des Todes zur Veranstaltung
Harburger Theater 29.11.2020, 17:00 Uhr Meisterdetektiv Kalle Blomquist zur Veranstaltung

Liebe Studierende

Im Planetarium könnt Ihr in diesem Jahr, ohne Ausnahme, aber nach Verfügbarkeit, zu ALLEN Veranstaltungen gehen.

www.planetarium-hamburg.de