Eure FREIKARTEN für das Deutsche SchauSpielHaus und das Junge SchauSpielHaus Hamburg können jeweils 24 Stunden vor Vorstellungsbeginn über den Onlineverkauf gebucht werden – eine telefonische Reservierung ist leider nicht möglich. Der Buchungscode für den Onlinekauf lautet: FREIKARTE2022. Bitte beachtet, dass diese Karten nicht an der Abendkasse gebucht werden können.

Ihr könnt diesen Code nicht nur für eine Vorstellung einlösen, sondern damit mehrfach zwischen 1. November und 28. Februar ins Theater gehen – und zwar nicht nur ins Große Haus, das SchauSpielHaus, sondern auch in die Vorstellungen im MalerSaal, auf der Großen Bühne und der Studiobühne am Wiesendamm 28, dem neuen Zuhause des Jungen SchauSpielHauses in Barmbek. 22 Premieren, davon zehn Uraufführungen, präsentiert das Deutsche SchauSpielHaus insgesamt in der Saison 2021-22. Von November bis Februar stehen acht Premieren – und davon drei Uraufführungen – auf dem Spielplan – neben den zahlreichen Repertoirestücken, die das Haus zu bieten hat.“

Deutsches Schauspielhaus 25.12.2022, 20:00 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 28. Februar umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

33 Variationen auf Haydns Schädel

Er wurde auch gerne „Papa“ genannt. Joseph Haydn schrieb über dreißig Jahre lang unermüdlich Symphonien und Streichquartette am Hof des ungarischen Fürsten Esterházy. Doch so recht zum Star wollte es der „Vater“ der Wiener Klassik nie bringen in der österreichisch-ungarischen Provinzgemeinde Eisenstadt. Erst mit einem Geburtstagsständchen für den Kaiser Franz im Burgtheater Wien landete er seinen wahren Welt-Hit. Das kleine Liedchen kennt heute jedes Kind, es wurde bald nach Haydns Tod zur deutschen Nationalhymne erkoren. Da verwundert es nicht weiter, dass schon in der Begräbnisnacht der Kopf des Komponisten von glühenden Anhänger*innen der Wiener Schädellehre aus dem Grab geraubt und auf den Sitz des musikalischen Genies vermessen wurde. Nachdem das Künstlerhaupt durch viele anatomisch versierte Verehrerhände gewandert war, landete es schließlich bei der Gesellschaft der Musikfreunde Wiens und konnte dort 30 Jahre lang in der hauseigenen Ausstellung bewundert werden. Endlich fand der Schädel 1954 im fürstlichen Mausoleum der Familie Esterházy (zusammen mit den übrigen Relikten des Komponisten) seine letzte Ruhe. Diese kuriose und wahre Begebenheit nimmt Péter Esterházy, ein Nachfahre der obig erwähnten Adelsfamilie, zum Anlass für seinen postdramatischen Theatertext, um darin gründlich abzurechnen mit Hochkultur, Star-Gewese und Geniekult. Die von feiner, warmherziger Ironie und kluger Gegenwarts-Reflexion gezeichneten Variationen folgen keiner streng linearen Dramaturgie, sondern fügen Momentaufnahmen und Zitate, Geistesblitze und Assoziationen, Fragmente und Fundstücke zu einer losen Szenenfolge zusammen – gepaart mit spielerischem Witz. Péter Esterházy zählt zu den bedeutendsten ungarischen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt und er erhielt mehr als 60 internationale Auszeichnungen. Der 2016 verstorbene Schriftsteller wurde vor allem durch sein Opus magnum »Harmonia Caelestis« einem breiten Publikum bekannt. Péter Esterházy wollte amüsieren, anregen, phantasieren, philosophieren und vor allem „politisch inkorrekt“ laut denken dürfen. Das brachte ihm den Zorn des rechtsnationalen Regimes von Orban ein, und er wurde bald aus allen Lehrplänen Ungarns gestrichen. Demgegenüber wird der ungarische Regisseur Viktor Bodo, der sich als Dozent der Theaterakademie in Budapest der Protestbewegung #freeSFZE gegen die „kulturnationale“ Übernahme von Orbans Regierung angeschlossen hat, Péter Esterházy am Deutschen SchauSpielHaus eine Bühne bieten und die groteske Revue dieses neu zu entdeckenden Theaterautors zur deutschsprachigen Erstaufführung bringen.

Es spielen:
Lina Beckmann, Josefine Israel, Ute Hannig, Jan-Peter Kampwirth, Christoph Jöde, Samuel Weiss

Regie:
Viktor Bodo

Bühne:
Zita Schnabel

Kostüme:
Fruzsina Nagy

Licht:
Andreas Juchheim

Musik:
Klaus von Heydenaber

Sounddesign:
Gábor Keresztes

Dramaturgie:
Ralf Fiedler

1. Violine:
Camilla Busemann, Elina Medjanika

2. Violine:
Kalliopi Rizou

Bratsche
Christian Marshall

Chello
Michael Heupel

Trompete
Fedor Piliavskii

Klavier
Klaus von Heydenaber

Pressestimmen


Adresse:
Deutsches Schauspielhaus
Kirchenallee 39
20099 Hamburg
Routenplanung

Kampnagel 24.02.2023 - 26.02.2023, 19:30 Uhr MENSCHENFEIND zur Veranstaltung
Deutsches Schauspielhaus 15.02.2023, 19:30 Uhr Die Freiheit einer Frau zur Veranstaltung
MENSCHENFEIND
Thalia Theater Gaußstraße 16.02.2023, 20:00 Uhr Schöne neue Welt zur Veranstaltung

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