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c_Katrin_Ribbe

alphabet

Wichtige Informationen

Vom 1. November 2026 bis zum 28. Februar 2027 erhältst du kostenlose Tickets für ausgewählte Vorstellungen im Deutschen SchauSpielHaus und im Jungen SchauSpielHaus. 

So funktioniert’s:

Ab Monatsbeginn kannst du über diesen Link Tickets für die ausgewählten Vorstellungen des Monats buchen. Das Angebot pro Vorstellung gilt, solange der Vorrat reicht.                                                                                                   

Wichtig: Die Karten können nur online gebucht werden, und deinen Freikarte-Nachweis musst du beim Einlass vorzeigen!

Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Ein Nullpunkt. Eine Krise. Ein Selbstverlust in der Unlesbarkeit der Welt. Aus tiefster Verunsicherung – als Rettungsakt – entstand eine der bedeutendsten Dichtungen des 20. Jahrhunderts: »alphabet« der dänischen Lyrikerin Inger Christensen.

Wie „jemand, der nach einem erkenntniskritischen Unfall das Sprechen mühsam wieder erlernen muss“ (Durs Grünbein) beginnt die Dichterin Worte einzusammeln, ordnet sie lexikalisch und unterwirft sie einer mathematischen Struktur, der Fibonacci-Folge. Es ist jene, mit der sich nahezu alles Wachstum in der Natur beschreiben lässt. Wo zuvor nichts war, lässt Christensen durch die kleine wiederkehrende Formel „gibt es“ Zeile für Zeile die Welt entstehen – vom Aprikosenbaum bis zum Narwal, vom einzelnen chemischen Element bis hin zum Halleyschen Kometen. So breitet sich in unserem Beisein das Dasein aus, tritt in Erscheinung, nimmt sich Raum, weitet sich ins Universum, berührt die Unendlichkeit. Physikalisches und Psychisches geht ineinander über, Zusammenhänge entstehen, verlieren sich. »alphabet« ist ein Hymnus an das Leben im Angesicht des Todes, eine vehemente Existenzbehauptung angesichts der möglichen Auslöschung, derer sich die Menschheit befähigt hat. Es ist nicht nur die poetische Wucht, die diese Lyrikerin auszeichnet, sondern auch ihr wacher Gegenwartssinn.

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