Deutsches Schauspielhaus 21.11.2018, 19:30 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 31. Dezember umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

König Lear

von William Shakespeare
Deutsch von Rainer Iwersen

Repertoire, Premiere
Es spielen: Lina Beckmann, Sandra Gerling, Jan-Peter Kampwirth, Matti Krause, Carlo Ljubek, Maximilian Scheidt, Edgar Selge, Ernst Stötzner, Samuel Weiss, Musiker: Yuko Suzuki, Akiko Kasai
Regie: Karin Beier, Bühne und Kostüme: Johannes Schütz, Kostümmitarbeit: Astrid Klein, Musik: Jörg Gollasch, Licht: Annette ter Meulen, Ton: Hans-Peter ›Shorty‹ Gerriets, Lukas Koopmann, Dramaturgie:Christian Tschirner, Körpertraining: Valenti Rocamora i Tora, Artistik Trainer: Jevgenij Sitochin

Premiere am 19/10/2018
SchauSpielHaus

Ein König dankt ab. Sein Reich will er unter den drei Töchtern aufteilen. Doch nicht die jeweilige Eignung der potenziellen Thronfolgerinnen für das Regierungsgeschäft soll dafür ausschlaggebend sein, sondern die Liebe der Töchter zu ihrem Vater. Der Staatsakt gerät zur Inszenierung persönlicher Gefühle, zum Wettstreit in der Kunst der Liebesdarstellung. Nur Cordelia, die jüngste, von Lear am meisten geliebte Tochter verweigert sich dem öffentlichen Gefühlstheater und schweigt. Indem sie der Sehnsucht ihres Vaters nach persönlicher Zuneigung am authentischsten entspricht, zieht sie seine ganze Wut auf sich. Lear verstößt sie. Er teilt das Reich zwischen ihren beiden Schwestern und setzt so eine Katastrophe in Gang, an deren Ende Gewalt, Chaos und Wahnsinn stehen.
Shakespeares wohl düsterstes Drama erzählt von der Selbstzerstörung einer Welt, die ihren Bewohnern – allen voran dem gealterten König selbst – unlesbar geworden ist. Zeichen der Macht und Zeichen der Liebe überlagern sich, verschwimmen und entziehen sich jeder Deutung. Grenzen verflüssigen sich, Regeln wirken hohl und Rituale lächerlich. Form und Inhalt der eigenen Existenz – soziale Rolle und persönliches Empfinden, Selbstentwurf und Selbstverwirklichung – klaffen so unüberbrückbar auseinander, dass der Sturz in einen apokalyptischen Naturzustand als fataler Ausweg erscheint.

Foto: Sinje Hasheider

Altonaer Theater 07.10.2017, 15:30 Uhr Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war zur Veranstaltung
Lichthof Theater 28.10.2018, 18:00 Uhr CUM-EX PAPERS zur Veranstaltung
Thalia Theater Alstertor 03.12.2017, 11:00 Uhr Die Rote Zora zur Veranstaltung

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