Kunstverein in Hamburg 08.11.2019, 19:00 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 31. Dezember umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

Eröffnung der Ausstellung "Horizontal Darkness in Search of Solidarity" von Oscar Murillo

 Kettle’s Yard, Cambridge.

Oscar Murillo zählt international zu den aufregendsten Gegenwartskünstlern. Primär in der Malerei beheimatet, sprengt er zugleich eben diesen Rahmen indem er zusätzlich Video, Zeichnung, Skulptur und Performance in beeindruckende Gesamtinstallationen integriert. Seine Arbeiten orientieren sich dabei immer an den interkulturellen Beziehungen des Künstlers zu den verschiedenen Städten und Orten, die er bereist und in denen er arbeitet, und zu Kolumbien, wo er geboren wurde.

In Oscar Murillos Installationen findet sich der Betrachter in mitten eines klugen, hoch-ästhetischen und gleichzeitig existenziellen Spannungsfelds, in dem es um das Verständnis von Arbeit und Spiel, Produktion und Konsum, Original und Aneignung, Zentrum und Peripherie genauso geht wie um die Beziehung der einzelnen Materialien, die er nutzt, untereinander. Während sich Oscar Murillos Projekte noch vor einigen Jahren oft im Grenzbereich zu sozialen Experimenten bewegten, zeichnen sich seine jüngsten Installationen durch ein tastendendes Erkunden von Raum durch (malerische) Gesten aus, die einhergehen mit dem Erkunden der historischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und philosophischen Bedingungen eben dieses Raumes.

Murillo wird für die große Halle des Kunstvereins eine neue Installation produzieren. Die Idee der Schau - die Malerei, Zeichnung, Skulptur, Assemblage und Video als Intervention kombiniert - resultiert aus dem fortwährenden Glauben des Künstlers an einen geographischen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Zusammenhalt, wobei er die Äquatorlinie als neutrales geographisches Konzept als Ausgangspunkt verwendet. In dem Raum von Horizontal Darkness in Search of Solidarity kann der Besucher nach spiritueller Solidarität und einem Verständnis für unsere kollektive gesellschaftliche Finsternis streben, die der Künstler in gesellschaftspolitischer Agitation, den stärker werdenden Naturphänomenen und ethnologischen Kämpfen erkennt. Im Gegensatz zu den derzeitigen nationalistischen Tendenzen, glaubt Murillo auch weiterhin an die grenzüberschreitende Mobilität und Verständigung, die ein Verstehen ermöglicht, welches für eine humane und soziale Welt unabdingbar ist.

Murillos Plan ist es, die Halle des Kunstverein in Hamburg in eine Arena zu transformieren. Die Arena kann der Antike zufolge als eine Institution betrachtet werden, die bei der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen eine wichtige Rolle spielt. Es ist ein Ort der Aktivität, der Debatte oder des Konflikts. Murillo sucht in dieser Arena nach Wegen, wie er im Kontext der traumatischen und politischen Rezeption von Erinnerung und Identität andere Sichtweisen entwickeln kann. Die Arena wird von mehreren Elementen umgeben sein, die einen globalen Dialog fördern. So stehen kolumbianische Ölstiftpigmenttücher neben einer Reihe großformatiger Arbeiten, die auf einer mittelalterlichen Technik der Glasfenster basieren und in Aserbaidschan noch heute hergestellt werden.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 15.10.2019 - 20.10.2019, 10:00 Uhr Wolfgang Schulz. Die Fotoszene um 1980 zur Veranstaltung
Planetarium Hamburg 18.12.2019, 16:15 Uhr Aurora - im Reich des Polarlichts zur Veranstaltung
Museum für Bergedorf und die Vierlande / Schloss Bergedorf 12.11.2019 - 17.11.2019, 11:00 Uhr Aus sich heraus, Bilder von Erich Heeder. Bürgerausstellung zur Veranstaltung

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