Ermäßigte Karten für die Vorstellungen im großen Haus und im Malersaal kosten für Studierende 9 €. Der ermäßigte Eintritt bei Premieren kostet 13 €. In der Regel sind ab 10 Tage vor Vorstellungsbeginn alle Platzgruppen ermäßigt erhältlich, ab Vorverkaufsstart sind die Platzgruppen C, D und E für Studierende geöffnet. Die ermäßigten Karten für das Junge Schauspielhaus kosten 7,50 €. Wer monatlich Sonderangebote erhalten möchte, kann gern unseren CampusKollektiv-Newsletter unter folgendem Link abonnieren: www.schauspielhaus.de/newsletter

Deutsches Schauspielhaus 13.12.2018 - 15.12.2018, 19:00 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 31. Dezember umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

Ellbogen

von Fatma Aydemir

Premiere am 08/04/2018
Deutsches SchauSpielHaus Große ProbeBühne

Es spielt:Katherina Sattler
Regie:Alexander Riemenschneider, Ausstattung:Anke Napierala, Musik:Tobias Vethake, Licht:Jonathan Nacke, Ton:Benjamin Owuso, Dramaturgie:Nora Khuon

Hazal ist 17. Sie lebt in Berlin und steckt in einer berufsbildenden Maßnahme fest. Bewerbungen schreiben, bei ihrem Onkel in der Bäckerei jobben, einen Joint durchziehen, abends ihrer Familie Çay servieren und heimlich mit Mehmet, den sie noch nie getroffen hat, in Istanbul skypen – so verlaufen Hazals Tage. Ein bisschen Freiheit erlügt sie sich, büxt aus, wo es eben geht. Eng und klein ist ihr Leben, jeder Schritt scheint vorherbestimmt. Doch dann kommt alles anders als erwartet. Hazal wird 18. Sie darf wundersamerweise hinaus in die Welt und sich feiern. Gemeinsam mit ihren Freundinnen stellt sie sich in die endlos scheinende Schlange eines berühmt-berüchtigten Clubs, doch als sie endlich vor dem Türsteher angekommen sind, werden sie abgewiesen. Unbändige Wut erschüttert die Mädchen. In der U-Bahn-Station verdreschen sie einen Studenten, der ihnen gerne seinen Schwanz gezeigt hätte und stoßen ihn auf die Schienen. Hazal flieht nach Istanbul und bereut nichts. „Wir hatten Streitlust, wir hassen deutsche Studenten“, wird sie ihrer Tante Semra sagen, die versucht, das Mädchen einzufangen und zurück in die Gesellschaft zu führen – zur Buße, zum Studium, nach Deutschland. Doch Hazal weigert sich. Ihr Mitleid gilt nicht dem Toten, sondern sich selbst, denn dass diese Tat ihr Leben verpfuscht hat, das weiß sie.

Fatma Aydemir hat einen kolossalen Roman vorgelegt, der das heutige Erwachsenwerden eines postmigrantischen Mädchens untersucht. Sie spielt mit Klischees und Archetypen und bricht mit ihnen im nächsten Schritt. Sie stellt uns ein Mädchen vor, dem menschlich kaum begegnet wurde, das auf eine Rolle hin erzogen wurde, die nicht die seine ist, das Wut und Hass in sich sammelt, um dann zu explodieren, das kein Opfer sein will und deswegen zur Täterin wird. Wie geht man um mit einem Menschen, der den anderen die Menschlichkeit abspricht? Der in reuelosem Zorn wütet? Eine Antwort gibt Aydemir nicht.

Sie schenkt uns diese Frage und rüttelt an uns, die wir diese Gesellschaft bilden und gestalten und Antworten finden müssen. Alexander Riemenschneider wird "Ellbogen" inszenieren. Er arbeitet am Theater Bremen, am Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Bochum. Am Jungen SchauSpielHaus brachte er in der vergangenen Spielzeit den Roman "Das hier ist kein Tagebuch" auf die Bühne.

"Es ist so da und es ist so heftig, dass man es fast anfassen kann. Wut. Meine ist so groß, dass sie nicht in mich hineinpasst."

Für "Ellbogen" wurde Fatma Aydemir mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres 2017 im Rahmen des Harbour-Front-Literaturfestivals ausgezeichnet. "Ein fulminantes, durchschüttelndes und durchrüttelndes Buch über deutschtürkische Identität und Bikulturalität", sagt die Jury.

Thalia Theater Gaußstraße 26.03.2019, 12:00 Uhr Räuberhände zur Veranstaltung
Hamburger Kammerspiele 18.11.2018, 20:00 Uhr Vater hat Lager zur Veranstaltung
Räuberhände
Thalia Theater Gaußstraße 09.12.2017, 20:00 Uhr Auerhaus zur Veranstaltung

Liebe Studierende

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