Hamburger Sprechwerk 27.11.2019, 20:00 Uhr Beachte bitte, dass Du nur bis zum 31. Dezember umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

Ausdauer

ein Tanzprogramm von Eva Maurischen und Valentin Rocamora

 

Programm 1: Originalfälschung

 

Tanz und Choreografie: 

Eva Maurischat

 

Eine persönliche Darstellung, die mit einer Art Marketing-Zweck in Verbindung steht, führt zu schnellen Schlüssen über die Person und ihren Charakter. George Clooney, der nur bestimmte Kaffee-Kapseln benutzt, Barbara Schöneberger, die ihre Pfunde an den richtigen Stellen durch einen einzigartigen Nudelsalat bekommt, Thomas Gottschalk, der den Kindern ganz bestimmte Gummibärchen wegisst… Große und kleine Firmen nutzen diese Form des Marketings für ihren Profit, sei es für Eis, Schokolade, Zigaretten, Versicherungen, für Dating Plattformen oder an der Rezeption des Fitnessstudios. Aber auch der private Mensch wirbt für sich z. B. als ein Community Mitglied im Netz. Blogger, die sich selbst als Marke verkaufen, sind zuhauf im Netz zu finden. Die Selbstdarstellung findet ständig statt.

Doch wieviel Täuschung steckt im Original? Und wieviel Original dennoch in der Täuschung?

Von der Oberfläche aus betrachtet scheinen die Dinge anders.

Welche Konsequenzen können dadurch auf aktuelle gesellschaftliche Verhaltensweisen entstehen?

In der Choreografie werden die Übergänge und auch die harten Grenzen versucht nachzuvollziehen. Wie kann das Trugbild die Interessenten in die Irre führen? Nur wenn wir uns einlassen, erkennen wir vielleicht die Welten darin. Was ist davor, was ist dahinter?

 

 

Programm 2: Optalidon

 

Tanz und Choreografie: 

Valentin Rocamora i Tora

 

Mathematiker und Logiker beschäftigten sich mit dem Reisen in die Vergangenheit. Zu diesem Zweck entwickelten sie ein System mit sogenannten geschlossenen zeitartigen Kurven. Diese kehren stets zeitversetzt zu ihrem Anfang in vier Dimensionen zurück. Ein Raumfahrer könnte mit diesem Prinzip in die eigene Geschichte eintauchen. Problematisch wird die Frage, was passieren würde, wenn man versuchte, Einfluss auf die Vergangenheit zu nehmen.

In der Realität werden wir vermutlich auch 2019 noch nicht beantworten können, ob es in unserem Universum tatsächlich möglich ist, Zeitreisen in die Vergangenheit zu unternehmen. Die Theorie schließt es immerhin nicht aus…

 

 

Programm 3: ExHamburg

 

Tanz und Choreografie:

Eva Maurischat

 

Eine Frau sieht sich im Spiegel der Zeit. Was wiederholt sich in den Generationen und wird nicht abgelegt oder abgelebt?

Parallelen von Angst, Flucht und Vererbung werden aufgezeigt. Die Flucht ist ein Thema jeder Epoche. Die meisten Menschen wäre nicht da, wo sie heute sind, wären nicht ihre Vorfahren oder sie selbst irgendwann geflohen. Die existenzielle Angst ist es, was auf alle Fluchten zu übertragen ist. Wird die Angst per Gen weitergegeben? Wenn ja, welche Art von Angst ist es?

 

Die Flucht aus verschiedenen Gründen ist im Zentrum des Geschehens. Es wird untersucht, was wissenschaftliche Untersuchungen schon belegen: Angst ist vererbbar.

 

 

Eva Maurischat

Die erste Ausbildung für Bühnentanz, Gesang und Sprechtheater erhält sie an der Theaterfachschule Siegburg nach der Waganowa Methode. Ebenso lernt sie die Biomechanik von Meyerhold kennen die sie zeitweise stark in ihrer Arbeitsweise inspirierte. Seit dem Beginn an der Theaterschule in Siegburg steht sie auf der Bühne. Dort in verschiedenen Revueprogrammen. Das Tanzstudium schloß sie 2002-2005 an der Danceworks – Berlin ab. Seit 2000 war sie zeitweise im Sprechtheater, jedoch hauptsächlich im zeitgenössischen Tanz tätig, wegen ihrer breiten Aufstellung in verschieden oftmals spartenübergreifenden Projekten und Theaterstücken. Sie tanzte in Choreografien von David Williams, Valenti Rocamora I Tora, Carol Ellys, Alexandre Ruccoli, Irina Roehrig u.a. Im Juni 2013 bis zum Ende der Spielzeit 2014 tanzte sie in Köln in dem Stück „Das Werk/ Im Bus / Ein Sturz“ unter der Regie von Karin Beier und der Choreographie von Valenti Rocamora I Tora. Anfang 2015 schloss sie ihr Studium in Bewegungswissenschaft in Hamburg mit dem B.A. ab. Seit 2016 gab es erfolgreiche Weltpremieren beim Festival für Freunde in Dahnsorf mit den eigenen Produktionen „Das Tal in Deinen Augen“ (2016), „Setz‘ Dich zu mir“ (2017), „Originalfälschung“ (2018) und „ExHamburg“ (2019).

 

Valentí Rocamora i Torà,

geboren 1975 in Almenar, Lleida (Katalonien), Studium an der Hochschule zum Tänzer Institut del Teatre in Barcelona.

Ab 1998 arbeitet er als Tänzer unter verschiedenen Engagements. Erste Arbeiten in Barcelona mit Danat Dansa und Damian Munoz „La Intrusa“. Im Jahr 2000 Umzug nach Berlin, dort arbeitete er an der Volksbühne mit Johan Kresnik, Christoph Schlingensief, Konstanze Lauterbach. Im weiteren Verlauf am Northen Theater of Greece mit Konstantinos Rigos, Heidelberg und Leipzig mit Irina Pauls sowie an der Oper Bonn - ebenfalls mit Johan Kresnik und Susanne Linke.

Seit 2008 tanzt und arbeitet er u.a. mit den Kompanien Sol Pico (Barcelona), und Mouvoir, von Stephanie Thiersch (Köln) und als Choreograph in diversen Theaterinszenierungen. So choreographierte er für die Regisseurin und Intendantin Karin Beier am Schauspielhaus Köln und am Schauspielhaus Hamburg mehrere Theater Stücke u.a. „Das Goldene Vlies“ (Faust Preis 2009) „Das Werk/Im Bus/Ein Sturz“ / , „Schiff der Träume“,“Wer hat Angst von Virginia Woolf“. Für das Deutsche Theater in Göttingen choreographierte er für Regisseur und Intendant Erich Sidler und Schauspieler und Regisseur Christian Friedel, Lucia Bihler. Im Dezember 2018 hatte er seine erste Premiere als Theater-Regisseur in Deutsches Theater Göttingen mit „4’48 Psychose“ von Sara Kane.

Gemeinsam mit Christian Friedel arbeitet Valenti Rocamora i Torà an eine neue Produktion am Staatstheater Dresden.

 

 

 

 

 

Kampnagel 24.10.2019 - 26.10.2019, 20:00 Uhr "Grosse Bühne Constanza Macras: Chatsworth" zur Veranstaltung
Thalia Theater Alstertor 17.10.2019 - 18.10.2019, 19:00 Uhr Neverland zur Veranstaltung
Thalia Theater Alstertor 10.11.2019, 19:00 Uhr Neverland zur Veranstaltung

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