Deutsches Schauspielhaus 13.10.2017, 20:00 Uhr Beachte bitte das Du nur bis zum 31. Dezember umsonst mit der Freikarte diese Veranstaltung besuchen kannst.

Ab jetzt

Komödie von Alan Ayckbourn
Deutsch von Corinna Brocher und Peter Zadek

Es spielen:Lina Beckmann, Yorck Dippe, Ute Hannig, Götz Schubert, Gala Othero Winter
Regie:Karin Beier, Bühne:Thomas Dreißigacker, Kostüme:Hannah Petersen, Musik:Jörg Gollasch, Licht:Holger Stellwag, Video:Antje Haubenreisser, Peter Stein, Dramaturgie:Christian Tschirner

Dauer: Zwei Stunden, keine Pause

Der Komponist Jerome arbeitet besessen an einem großen zeitgenössischen Werk zum Thema „Liebe“. Sein Arbeitsprinzip ist das Sampeln und Modulieren von Alltagsgeräuschen und Sprachfetzen. Alle Räume seiner Wohnung sind mit Mikrofonen bestückt, um ununterbrochen alle Geräusche aufzeichnen zu können.

Doch Jerome hat ein Problem: Seit seine Frau und Tochter ihn – nicht zuletzt wegen seines künstlerischen Abhörwahns – verlassen haben, ist sein Schaffen in eine ernste Krise geraten. Ihm fehlt jede Inspiration. Zumindest die geliebte Tochter, so Jerome, müsse er ab und an sehen, um wieder kreativ arbeiten zu können. Bisher allerdings hegen sowohl das Jugendamt als auch seine Ex berechtigte Zweifel an der sozialen Kompetenz des Künstlers. Sie weigern sich, Besuche seiner Tochter zu bewilligen. Also mietet Jerome eine Schauspielerin, die seine neue Verlobte und eine perfekte Hausfrau spielen soll…

Als theatrale Versuchsanordnung zum Thema Mensch und Maschine, erlebtem Gefühl und reproduzierbarer Geste, entfaltet die Science-Fiction-Komödie Alan Ayckbourns eine kaum überbietbare Situationskomik. Höhepunkt dabei ist der immer wieder um- und fehlprogrammierte Roboter GOU 300 F. Ursprünglich zum Babysitten gedacht, später aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen, leidet der hochkomplexe Androide an chronischer Unterbeschäftigung, da es eben kein Kind mehr zu betreuen gibt. Die mütterliche Maschine füllt diesen Leerlauf im Beschäftigungsprogramm selbständig und irrwitzig auf, indem er/sie/es in ihren/seinen mechanisierten Sprach- und Handlungsformeln Verhaltensmuster der menschlichen Umgebung kopiert. Während Jerome also all seine Lebens-und Liebesgeräusche aufzeichnet, um daraus das perfekte Kunstwerk zu komponieren, eine Schauspielerin sich bei dem Versuch, seine perfekte Geliebte spielen, in ihn verliebt, wird all dies wiederum von einem dysfunktionalen Roboter kopiert und karikiert…

(c) JimRakete
Ernst Deutsch Theater 17.12.2017, 19:30 Uhr Der eingebildete Kranke zur Veranstaltung
c-Bärbel-Fooken
St. Pauli Theater 12.12.2017 - 17.12.2017, 19:30 Uhr Die Jungs mit dem Tüdelband zur Veranstaltung
Der eingebildete Kranke
Deutsches Schauspielhaus 18.12.2017, 20:00 Uhr Der goldene Handschuh zur Veranstaltung